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Galåbodarna
 

Weißer Winter in Jämtland
Galåbodarna ist eine Almsiedlung am Fuße des Oviksfjäll in Jämtland, Schweden. "Galå" ist dem Namen des Flußes Galån entlehnt, der vom Oviksfjällen kommend, unterhalb des Dorfes Börtnan in den Ljungan mündet. "Bodarna" ist die Mehrzahl des Wortes "bod" und bezeichnet eine Alm bzw. in der Mehrzahl eine Almsiedlung, die aus bis zu 30 Hütten bestehen kann. Heute besteht Galåbodarna aus drei Almwiesen mit insgesamt 21 gut erhaltenen Sennhütten. Vom Länsstyrelsen Jämtland (Provinzialregierung von Jämtland) wurde Galåbodarna als kulturhistorisch äußerst wertvoll eingestuft.

Galåbodarna wird auch als Västra Galåbodarna benannt. Es gibt noch eine kleinere Almsiedlung mit dem Namen Östra Galåbodarna, die 10 km weiter flussabwärts nahe des Galån gelegen ist.

Blockhütten im Schnee
Die Almwiesen von Galåbodarna befinden sich direkt an der Kreuzung der Straßen des Fäbodvägen von Börtnan nach Persåsen sowie der Straße nach Arådalen und Glen. Die Sennhütten wurden im 18., 19. und 20. Jahrhundert von Bauern aus Oviken und Myssjö erbaut, die ihre Kühe während der Sommermonate auf den Bergwiesen weiden ließen. Die Almen wurden bis in die 1980er Jahre bewirtschaftet. Nahe der Almwiesen wurden seit den 1960er und 1970er Jahren einige Ferienhäuser gebaut, die im Privatbesitz der Einwohner der umliegenden Dörfer sind. Nahe der Alm wurden ab 2004 mehrere an die traditionelle Bauweise der Sennhütten angelehnte Blockhäuser des Galå Fjällgård erbaut. Seit 2006 bieten sich hier Wanderern und Touristen Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Alm Galåbodarna im Winter
Von der Almsiedlung aus bietet sich eine gute Aussicht auf das nahe Oviksfjäll, welches über die 15 km lange Straße nach Arådalen recht schnell erreichbar ist. Die Almen selbst liegen inmitten ursprünglicher Taiga-Fichtenwälder und ausgedehnter Moore. Nach Norden schließt sich nach einigen Kilometern "Arådalens Naturreservat" an, welches teilweise Bestandteil des europaweiten "Natura 2000" Netzwerkes ist. Geschützt werden hier artenreiche Moorlandschaften, der ursprüngliche Taiga-Fichtenwald und der angrenzende Gebirgsbirkenwald. Hier sind u.a. Luchse, Vielfraße und Braunbären heimisch, die sich diesen Lebensraum mit Elchen, Rentieren, Birk- und Auerhühnern sowie Steinadlern teilen.

Die Landschaft ist v.a. für Naturfreunde, Wanderer, Pilz- und Beerensammler sowie im Winter als Skilanglaufareal attraktiv. Unweit der Almen quert der Jämt-Norgevägen, ein historischer Pilgerweg von Selånger am schwedischen Bottnischen Meerbusen nach Trondheim in Norwegen.






 
 
 
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